Geschafft! Ich habe es nach gefühlten 50 Versuchen hingekriegt, die willkürlich zusammengewürfelte Buchstabenkombination zur Einrichtung meines Google-Kontos hier bei Blogspot richtig einzutippen und damit die Richtigkeit der Daten oder was auch immer zu bestätigen.
Kann mir ein vernünftiger Mensch erklären, warum es manche Anbieter für erforderlich halten, dass man Hieroglyphenkunde studiert haben muß, um die dargestellten Buchstaben überhaupt zu identifizieren? Das ist einer der Gründe dafür, warum ich mich bislang mit Auftritten im Internet ziemlich zurückgehalten habe. Ich will schreiben, mich mitteilen, meine Erlebnisse mit anderen teilen und nicht meine Zeit mit mir unverständlichen Anmelde- und Registrierungsformalitäten vergeuden.
Und die gute Laune und die Lust, mal wieder etwas in diesen Blog zu schreiben, sind leider auch ziemlich auf der Strecke geblieben. Dabei wollte ich so etwas Schönes erzählen, das mir in den letzten Tagen widerfahren ist. Also: vor anderthalb Wochen, ich saß gerade in einer Fortbildung in Köln, zeigte mir mein iPhone eine Mail von einer lieben alten Bekannten an. Sie hatte in der Zeitung von meinem Buchprojekt und von meinen anderen beruflichen Aktivitäten gelesen und gratulierte mir dazu.
Mein Mann und ich haben sie und ihren Mann vor einigen Jahren bei einem Candlelight-Dinner in einem Mönchengladbacher Restaurant kennen gelernt. Unsere Tische standen sehr eng nebeneinander und wir kamen recht schnell ins Gespräch. Die beiden erzählten, dass sie Personalchefin eines großen Unternehmens sei und er im medizinischen Bereich tätig. Es war ein sehr netter, lustiger Abend, an dessen Ende wir die obligatorischen Visitenkarten tauschten und uns fest vornahmen, in Kontakt zu bleiben. Aber wie das so ist, meist bleibt es beim Vorsatz. So auch hier.
Bis ich diese Dame vor einigen Monaten beim B.F.B.M, dem Unternehmerinnenzirkel in Mönchengladbach, dessen Mitglied ich seit langem bin, wieder traf. Sie berichtete, dass sie beruflich völlig neu durchgestartet sei und sich gemeinsam mit ihrem Mann einen Traum erfüllt habe: ein eigenes Fitness- und Wellness-Studio nur für Damen. "Just Ladies" heißt es und liegt in der Fußgängerzone meines Heimatstädtchens Wickrath. Auch hier gab es wieder ein langes und sehr nettes Gespräch und das feste Versprechen meinerseits, doch in den nächsten Tagen mal im Studio vorbeizuschauen. Soll ich weitererzählen? Natürlich habe ich dieses Versprechen mal wieder nicht gehalten. Nicht, weil ich keine Lust dazu gehabt hätte, oder mir die Dame nicht mehr sympathisch gewesen wäre, sondern weil die ganze Sache leider leider im Stress des Alltags unterging und schließlich in Vergessenheit geriet. Wobei ich jedesmal, wenn ich durch die Fußgängerzone lief und an dem Studio vorbeikam, dachte, hier wolltest du auch immer mal hin. Aber nicht jetzt, du hast keine Zeit, bist sowieso schon wieder viel zu spät dran.
Nun ist sie mir zuvorgekommen, die liebe Dame, Angela heißt sie, mit jener Mail vom vorletzten Samstag. Ich habe am Montag dann gleich geantwortet und sie gefragt, ob sie nicht Interesse an einer Autorenlesung in ihrem Studio hätte. Die Antwort kam binnen weniger Minuten: sie war absolut begeistert von der Idee. Sie habe gemeinsam mit einer anderen Wickratherin, die ein Feinkostgeschäft betreibt, schon lange geplant, eine Weinprobe in ihrem Studio zu veranstalten. Etwas Leckeres, Wein, Schokolade etc., dazu viele Informationen zu Fitness und Ernährung, diese Kombination müßte doch viele Kundinnen anlocken. Und nun käme ich quasi als Sahnehäubchen obendrauf.
Ich fand die Idee natürlich auch toll, und so verabredeten wir uns schon für den nächsten Nachmittag, um die Details und vor allem den Termin zu besprechen. Denn die Sache war brandeilig: am darauffolgenden Sonntag war Wickrather Brunnenfest, alle Geschäfte waren geöffnet und die Fußgängerzone voller Stände und Attraktionen. Zu diesem Termin sollte unsere Veranstaltung bekannt gemacht werden.
Gesagt getan. Spontan, unkompliziert und voller Enthusiasmus und guter Laune hoben wir zu viert (eine Immobilienmaklerin, die den Sektempfang sponsorn möchte, kam auch noch dazu) die "1. Wickrather Ladies ´ Night" aus der Taufe.
Sie findet statt am Donnerstag, dem 7. Oktober 2010, ab 19 Uhr in den Räumen des "Just Ladies", Quadtstraße 27 in 41189 Mönchengladbach-Wickrath.
Ein entsprechender Flyer ist auch schon vorhanden und wird kurzfristig auf meiner Homepage, www.gabytrippen.de, unter der Rubrik "Lesungen" veröffentlicht. Auf der Homepage meines Verlages, www.verlag-kern.de, ist er schon zu sehen.
Bis jetzt haben wir schon eine ganze Menge Zusagen, wir gehen davon aus, dass der Raum voll wird und freuen uns diebisch über unsere Idee. Männer sind übrigens nur zu Hol- und Bringdiensten zugelassen...
So, jetzt habe ich mir den ganzen Frust von vorhin von der Seele geschrieben und habe wieder gute Laune. ...
Mittwoch, 22. September 2010
Montag, 6. September 2010
Ein Frühstückstreff nach 25 Jahren! - Wie Bücher verbinden...
Eigentlich sollten mich all diese Ereignisse der vergangenen Wochen gar nicht so sehr verwundern. Ich habe ein Buch geschrieben und veröffentlicht. Und zu meinem großen Glück einen marketingtechnisch sehr aktiven Verlag erwischt, der dafür Sorge trägt, dass das auch möglichst viele Leute mitbekommen.
Da offensichtlich weit mehr Menschen als allgemein angenommen die Tagespresse aufmerksam verfolgen, und zwar nicht nur die Schlagzeilen, die Todesanzeigen und die Sonderangebote, sondern auch die etwas versteckt liegenden Meldungen in Rubriken wie "Lokale Kultur" oder "Stadtteilnachrichten", kann es eigentlich auch nicht so verwunderlich sein, dass ich in den letzten Wochen beinahe täglich von Menschen angesprochen oder angemailt werde. Sie haben den einen oder anderen Artikel gelesen oder das Interview mit mir im Niersradio gehört.
Viele von ihnen haben das Buch auch schon gekauft oder tragen sich zumindest mit dem Gedanken, dies zu tun, was ich natürlich sehr begrüße.
Und immer wieder schaffen es einige Leute, mich zu überraschen. Zum Beispiel hatte ich keine Ahnung, dass man "Auszeit" auch in jeder Stadtbibliothek ausleihen kann. Gut, es steht dort wohl nicht für jeden griffbereit im Regal, aber man kann es bestellen und bekommt es binnen weniger Tage. Erfahren habe ich das durch die Mail eines Ehepaares, das vor unendlich langer Zeit (genauer gesagt vor fast exakt 25 Jahren) mit uns im gleichen Eheseminar als Vorbereitung für die kirchliche Hochzeit gesessen hat. Sie hatten einen Artikel über mich in der Rheinischen Post gelesen und sich daraufhin, da sie eifrige Besucher der Rheydter Stadtbibliothek sind, das Buch dort bestellt.
So ganz hatten wir uns nicht aus den Augen verloren in all diesen Jahren, ab und an begegnete man sich mal zufällig in der Stadt oder auf irgendwelchen Supermarktparkplätzen, aber zu einem richtigen Treffen ist es bisher nicht gekommen. "Auszeit" aber hat das geschafft: die beiden schlugen spontan eine Verabredung zum Samstagmorgenfrühstück in der Stadt vor. Gesagt, getan, wir einigten uns auch schnell auf einen Termin und zogen am letzten Samstag voller Vorfreude, aber auch ein ganz klein wenig Skepsis (wie werden sich die beiden wohl entwickelt haben, gibt es überhaupt noch so viel zu erzählen etc.) los zum vereinbarten Treffpunkt.
Die ursprünglich ins Auge gefasste Location war uns dann zu laut und zu voll, und so verlagerten wir uns in ein sehr kleines, ganz im Stil der 50er Jahre eingerichtetes Café, in dem man nicht nur super gemütlich frühstücken konnte, sondern die Einrichtungsgegenstände bei Gefallen auch gleich käuflich erwerben konnte. Uralte Karl-May-Ausgaben, Kaffeegeschirr, das man allenfalls noch von seinen Großeltern her kennt, und ganz alte Radio-Schätzchen gab es da, dazu eine Couchgarnitur, bei der man mit jeder Sprungfeder separat Bekanntschaft schließen konnte.
Es war so gemütlich dort, und wir hatten so viel zu erzählen, dass die Stunden wie im Flug vergingen. Wir stellten gegenseitig fest, dass wir uns bis auf ein paar Haare weniger bei den Herren nicht wirklich verändert hätten, und dass wir bis zum nächsten Treffen keinesfalls wieder 25 Jahre vergehen lassen dürften.
Und wenn die Stadtbibliothek nicht samstags um 13 Uhr schließen würde und die beiden unbedingt noch Bücher zurückgeben mußten (nicht meines, das haben noch nicht beide ganz gelesen), dann weiß ich nicht, wie lange wir dort noch gesessen hätten. Den nächsten Termin haben wir auch gleich festgelegt, ein Samstag in sechs Wochen wird es sein.
Ein tolles Beispiel für aufmerksames und bewußtes Lesen haben sie mir außerdem gegeben: wir hatten den Termin vor etwa drei Wochen per Mail festgezurrt, und zwei Tage vor dem Treffen riefen sie an, ob es auch dabei bliebe. Denn das hätten sie schließlich in meinem Buch gelesen, dass man vorab vereinbarte Termine immer am Tag vorher noch einmal bestätigen muß, damit der arme Ehemann und Geschäftspartner nicht unter Umständen nach stundenlanger Autofahrt beim Kunden vor verschlossener Tür steht, weil der nämlich den Termin verpennt hat...
In diesem Sinne... eine frohe Woche !
Da offensichtlich weit mehr Menschen als allgemein angenommen die Tagespresse aufmerksam verfolgen, und zwar nicht nur die Schlagzeilen, die Todesanzeigen und die Sonderangebote, sondern auch die etwas versteckt liegenden Meldungen in Rubriken wie "Lokale Kultur" oder "Stadtteilnachrichten", kann es eigentlich auch nicht so verwunderlich sein, dass ich in den letzten Wochen beinahe täglich von Menschen angesprochen oder angemailt werde. Sie haben den einen oder anderen Artikel gelesen oder das Interview mit mir im Niersradio gehört.
Viele von ihnen haben das Buch auch schon gekauft oder tragen sich zumindest mit dem Gedanken, dies zu tun, was ich natürlich sehr begrüße.
Und immer wieder schaffen es einige Leute, mich zu überraschen. Zum Beispiel hatte ich keine Ahnung, dass man "Auszeit" auch in jeder Stadtbibliothek ausleihen kann. Gut, es steht dort wohl nicht für jeden griffbereit im Regal, aber man kann es bestellen und bekommt es binnen weniger Tage. Erfahren habe ich das durch die Mail eines Ehepaares, das vor unendlich langer Zeit (genauer gesagt vor fast exakt 25 Jahren) mit uns im gleichen Eheseminar als Vorbereitung für die kirchliche Hochzeit gesessen hat. Sie hatten einen Artikel über mich in der Rheinischen Post gelesen und sich daraufhin, da sie eifrige Besucher der Rheydter Stadtbibliothek sind, das Buch dort bestellt.
So ganz hatten wir uns nicht aus den Augen verloren in all diesen Jahren, ab und an begegnete man sich mal zufällig in der Stadt oder auf irgendwelchen Supermarktparkplätzen, aber zu einem richtigen Treffen ist es bisher nicht gekommen. "Auszeit" aber hat das geschafft: die beiden schlugen spontan eine Verabredung zum Samstagmorgenfrühstück in der Stadt vor. Gesagt, getan, wir einigten uns auch schnell auf einen Termin und zogen am letzten Samstag voller Vorfreude, aber auch ein ganz klein wenig Skepsis (wie werden sich die beiden wohl entwickelt haben, gibt es überhaupt noch so viel zu erzählen etc.) los zum vereinbarten Treffpunkt.
Die ursprünglich ins Auge gefasste Location war uns dann zu laut und zu voll, und so verlagerten wir uns in ein sehr kleines, ganz im Stil der 50er Jahre eingerichtetes Café, in dem man nicht nur super gemütlich frühstücken konnte, sondern die Einrichtungsgegenstände bei Gefallen auch gleich käuflich erwerben konnte. Uralte Karl-May-Ausgaben, Kaffeegeschirr, das man allenfalls noch von seinen Großeltern her kennt, und ganz alte Radio-Schätzchen gab es da, dazu eine Couchgarnitur, bei der man mit jeder Sprungfeder separat Bekanntschaft schließen konnte.
Es war so gemütlich dort, und wir hatten so viel zu erzählen, dass die Stunden wie im Flug vergingen. Wir stellten gegenseitig fest, dass wir uns bis auf ein paar Haare weniger bei den Herren nicht wirklich verändert hätten, und dass wir bis zum nächsten Treffen keinesfalls wieder 25 Jahre vergehen lassen dürften.
Und wenn die Stadtbibliothek nicht samstags um 13 Uhr schließen würde und die beiden unbedingt noch Bücher zurückgeben mußten (nicht meines, das haben noch nicht beide ganz gelesen), dann weiß ich nicht, wie lange wir dort noch gesessen hätten. Den nächsten Termin haben wir auch gleich festgelegt, ein Samstag in sechs Wochen wird es sein.
Ein tolles Beispiel für aufmerksames und bewußtes Lesen haben sie mir außerdem gegeben: wir hatten den Termin vor etwa drei Wochen per Mail festgezurrt, und zwei Tage vor dem Treffen riefen sie an, ob es auch dabei bliebe. Denn das hätten sie schließlich in meinem Buch gelesen, dass man vorab vereinbarte Termine immer am Tag vorher noch einmal bestätigen muß, damit der arme Ehemann und Geschäftspartner nicht unter Umständen nach stundenlanger Autofahrt beim Kunden vor verschlossener Tür steht, weil der nämlich den Termin verpennt hat...
In diesem Sinne... eine frohe Woche !
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