Da bin ich doch wirklich ziemlich faul gewesen in den letzten beiden Wochen, zumindest was die Aktivität in diesem Blog angeht. Sorry dafür, aber ich denke, ich habe eine gute Entschuldigung. Ich arbeite nämlich zur Zeit ziemlich intensiv an meinem Vortrag zum Thema "Mediation in Theorie und Praxis", den ich am 15. November, also genau heute in 2 Wochen, vor hoffentlich einer ganzen Menge mediationsinteressierter Damen halten werde. Näheres dazu bitte nachlesen unter www.konflikt-als-chance.eu, Rubrik "Aktuelles". ...
Soviel zu dem Zusatz im Titel zu diesem Blogbeitrag..
Der Oktober hat mir insgesamt 3 Lesungen beschert: 2 x Ladies ´ Night und 1 x Bücherfrauen Köln/Bonn.
Die Bücherfrauen Köln/Bonn unter der Leitung von Flora Frank hatten mich schon im Frühjahr, als "Auszeit" gerade im Lektorat war, eingeladen, bei ihnen eine Lesung abzuhalten, sobald das Buch auf dem Markt war. Wie andere Frauennetzwerke, so hat auch diese überaus rührige und engagierte Regionalgruppe des Netzwerkes "Bücherfrauen" einmal im Monat ein Treffen. Dabei geht es neben dem Klönen, Quatschen und ein bißchen Klüngeln immer um ein ausgewähltes Thema. Ich war auf der Leipziger Buchmesse quasi in den Messestand der Bücherfrauen hineingelaufen und da ich mit Netzwerken schon sehr gute Erfahrungen gemacht habe... fand ich auch dieses sehr interessant und habe mir entsprechendes Infomaterial mitgenommen. Weil es bei uns in Mönchengladbach keine Bücherfrauengruppe gibt, habe ich mich nach Köln orientiert. Auf meine Mailanfrage hin bekam ich sofort eine sehr nette Anwort von Flora, verbunden mit der Einladung, doch einmal bei einem der nächsten Treffen vorbeizuschauen. Gesagt getan, zumal das Zentralthema des Treffens im Mai der Umgang und die persönlichen Erfahrungen mit Lektoren / Lektorinnen war und ich zu dieser Zeit ja in ständigem Kontakt mit meiner eigenen Lektorin beim Verlag Kern stand.
Flora und ihre Kolleginnen haben mich sehr freundlich aufgenommen und es war, abgesehen von der ziemlich nervigen Parkplatzsuche (jeder, der schon mal mit dem Auto im Bereich Rolandstraße / Volksgartenstraße in Köln war, wird mir beipflichten), ein total schöner Abend. Der, wie gesagt, mit der Einladung, aus "Auszeit" vorzulesen, endete.
Und genau das ist am 18. Oktober nun auch passiert. Ursprünglich sollte der Termin schon im September sein, da konnten aber einige der Damen, die unbedingt dabei sein wollten, nicht, daher wählten wir den 18. Oktober, hatten diesmal aber leider die Herbstferien in NRW außer Acht gelassen, deshalb waren nicht so viele Damen da, wie wir gehofft hatten. Das tat der Stimmung und damit dem Erfolg des Abends aber keinerlei Abbruch. Im Gegenteil, so führten Flora und ich die Veranstaltung nicht als "normale" Lesung durch, sondern vielmehr als Wechselspiel zwischen Lesepassagen und Gesprächen. Erst befragte nur sie mich zu allem Möglichen, das mit "Auszeit" zu tun hat, später kamen die Fragen dann auch aus dem Publikum, und so entspann sich ein lustiges und ungezwungenes Gespräch. Als wir dann irgendwann keine Lust mehr hatten, über "Auszeit" zu sprechen, verlagerten wir uns ein paar Tische weiter und ließen den Abend mit Getränken und viel Spaß ausklingen.
An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Flora, dass sie mir diesen tollen Abend ermöglicht hat. Und die Parkplatzsuche war dieses Mal auch schneller von Erfolg gekrönt...
Knapp zwei Wochen später, am Freitag, dem 29. Oktober, ging es dann weiter in Sachen "Wickrather Ladies ´Night". Die drei Initiatorinnen wollten an den Begriff "2. Ladies ´ Night" nicht so recht ran, also haben wir es als Zusatztermin laufen lassen.
Weil es ein Freitag war und erfahrungsgemäß viele Ladies diesen Abend mit Mann und Familie verbringen, war ich ein bißchen skeptisch, ob wir den Laden wohl wirklich ein zweites Mal vollkriegen würden. Aber diese Sorgen hätte ich mir sparen können. es war mindestens genauso proppenvoll wie beim ersten Mal, subjektiv gesehen würde ich sogar sagen, es waren noch mehr Damen da. Ich glaube, die guten Geister, die für die Getränke- und Brezelversorgung zuständig waren, werden diesen Eindruck bestätigen, es war nämlich zeitweise fast kein Durchkommen möglich. Zumal das Angebot für die Ladies noch erweitert worden war, es gab nämlich einen sehr schön dekorierten Schmuckstand, organisiert von der Tochter von Ulrike Busch.
Ansonsten wurde das beim 1. Mal so erfolgreiche Konzept beibehalten, und auch dieses Mal hatten die Ladies reichlich Spaß, sowohl bei meiner Lesung als auch bei ihren Gesprächen und der Weinprobe und dem Sektempfang und und und....
Die lokale Presse war uns diesmal mehr als wohlgesonnen, im Vorfeld der Veranstaltung gab es mehrere schöne Artikel, einen ganz großen sogar mit einem tollen Foto von uns vier Organisatorinnen von der ersten Ladies ´Night, und mehrere Vorankündigungen für den Zusatztermin. An dem Abend selbst erschien dann zunächst ein männlicher Fotograf, der angesichts der weiblichen Übermacht ganz schnell ein Foto machte und dann wieder verschwand, und während der Pause wurde ich von einer jungen Reporterin ausführlichst interview, bin mal gespannt, was sie aus den ganzen Informationen, die ich ihr gegeben habe, so macht.
Wie beim ersten Mal war ich auch diesmal ziemlich überwältigt von der Menge der Ladies und von der tollen Stimmung. Und auch dieses Mal habe ich in der Pause und am Schluß der Veranstaltung, beim Signieren der Bücher, viele schöne Gespräche geführt und wirklich hochinteressante Frauen kennen gelernt. Mit einigen Damen habe ich konkrete Gespräche über weitere Lesungen geführt. Nicht mehr für dieses Jahr,, die Vorweihnachtszeit rückt immer näher, und da hat leider kaum jemand Zeit und Nerv für eine solche Veranstaltung, aber für 2011 habe ich schon eine ganze Menge toller Perspektiven. Lesungstechnisch gesehen, aber auch sonst.
Außerdem ist es mein großes Ziel, das 2. Buch fertig zu stellen, für eine weitere Ladies ` Night im Herbst 2011. Da ich das auch der Dame von der Rheinischen Post erzählt habe und sie es in ihrem Artikel erwähnen wird, bleibt mir ja wohl kaum etwas anderes übrig.
Ansonsten wird es erst einmal die letzte Veranstaltung in dieser Besetzung sein, denn wie heißt es so schön, wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Es wird sicherlich weitere ähnliche Events von den drei Damen Angela Rode-Zander, Heike Runkehl und Ulrike Busch geben, die ich auch mit ganz viel Interesse verfolgen werde.
Wobei, wie gesagt, sie mich für eine Lesung mit dem Nachfolger von "Auszeit" bereits fest eingeplant haben ....
Übrigens hat sich unser einziger zugelassener Mann vom letzten Mal, mein lieber Tontechniker, diesmal während der Veranstaltung durch eine weibliche Mitarbeiterin vertreten lassen. Er kam nur hinterher zum Abbau seines Equipments vorbei, ich glaube, es ist ihm doch zu heiß geworden beim letzten Mal!