Was soll das denn, wird sich die geschätzte Leserschaft nun fragen? Haben die dort unten nicht selber genug Bücher?
Das mag sein, wie es will, jedenfalls haben sie seit heute eines mehr. Und das kam so: Nachdem die 1. Wickrather Ladies´ Night am letzten Donnerstag kurz nach der Ankündigung bereits ausgebucht war, hatte ich mir vorgenommen, für den Zusatztermin am 29. Oktober auch einige meiner Bekannten einzuladen, die ich normalerweise nicht so oft sehe. Und habe fast den ganzen vergangenen Montag dazu genutzt, Mails zu schreiben und Anrufe zu tätigen.
Eine ganze Menge Antworten und Zusagen habe ich mittlerweile erhalten, natürlich auch einige Absagen, weil die entsprechenden Damen an dem Abend verhindert sind. Unter anderem schrieb mir eine langjährige Reiterfreundin, Renate, dass sie an dem Wochenende nach der Lesung gerade aus Namibia zurückkäme. Damit ist sie natürlich hinreichend entschuldigt.
Mir fiel in diesem Zusammenhang aber ein, dass eine andere, ebenfalls nicht so oft gesehene, aber mir nicht minder liebe langjährige Bekannte, Marita, seit einigen Jahren ihren Lebensmittelpunkt nach Namibia verlegt hat, ihr neuer Lebensgefährte hat dort wohl seinen Hauptwohnsitz. Also dachte ich, Renate und Marita und noch einige andere, die sich schon viele Jahre regelmäßig treffen und auch gemeinsam in Urlaub fahren, machen einen Trip nach Namibia.
Falsch gedacht. Renate schrieb zurück, dass sie gemeinsam mit ihrem Mann nach Namibia reist und dort auf Marita und ihren Lebensgefährten trifft und mit ihnen eine Namibia-Rundreise machen wird. Beneidenswert, dachte ich, und wünschte ihr per Mail viel Spaß.
Das hat sie wohl auf die Idee gebracht, mein Buch als Gastgeschenk mit ins ferne Windhuk zu nehmen. Und weil das Ganze ein bißchen kurzfristig war (die Idee kam gestern morgen, gestern mittag hat Renate mich telefonisch erreicht und gestern nachmittag ging der Flieger) mußte improvisiert werden. Zum Glück hatte ich noch ein paar Buchexemplare als eiserne Reserve zu Hause, schnell eins davon ausgepackt, eine nette Widmung reingeschrieben, und losgefahren zu Renates Haus. Dort saß man quasi schon auf den fertig gepackten Koffern, denn zwanzig Minuten, nachdem wir uns getroffen hatten, fuhren Renate und ihr Mann Richtung Flughafen Düsseldorf.
Ja, und nach etwa 10 Stunden Flug von Frankfurt nach Windhuk ist dann hoffentlich mein Buch sicher angekommen und lag heute morgen auf Maritas Frühstückstisch. Und ich wünsche mir, dass sie viel Spaß beim Lesen hat und sich bei so mancher Episode an alte Zeiten und an ihre alte Heimat zurückerinnert.
Das ist der Grund, warum es im fernen Afrika nun ein deutsches Buch mehr gibt als noch gestern...
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